Angststörung
Zuletzt geprüft: 7. April 2026. Nur zu Bildungszwecken. Quellenansatz: allgemeine klinische Referenzen, öffentliche Gesundheitsquellen und gängige Erklärungsmodelle für Symptome und Erkrankungen.
Symptome
- Anhaltende, übermäßige Sorgen, die schwer zu kontrollieren sind
- Innere Unruhe oder ständige Anspannung
- Herzrasen, Herzklopfen oder Engegefühl in der Brust
- Atemnot oder Erstickungsgefühl
- Muskelverspannung, Zittern oder Tremor
- Konzentrationsprobleme oder das Gefühl, dass der Kopf leer ist
- Schlafstörungen, einschließlich Ein- oder Durchschlafproblemen
- Reizbarkeit und starke emotionale Reaktionen
- Magen-Darm-Beschwerden wie Übelkeit, Durchfall oder Bauchschmerzen
- Schwindel, Benommenheit oder Ohnmachtsgefühl
Ursachen
- Ungleichgewichte von Neurotransmittern wie Serotonin, Noradrenalin und GABA
- Überaktivität der Amygdala und anderer an der Angstverarbeitung beteiligter Hirnregionen
- Genetische Veranlagung
- Belastende oder traumatische Lebenserfahrungen, besonders in der Kindheit
- Chronische körperliche Erkrankungen, die Angstsymptome auslösen oder verstärken
- Substanzkonsum oder Entzug von Alkohol, Koffein oder bestimmten Medikamenten
Risikofaktoren
- Angststörungen oder andere psychische Erkrankungen in der Familie
- Trauma, Missbrauch oder Vernachlässigung in der Kindheit
- Weibliches Geschlecht
- Chronischer Stress durch Arbeit, Beziehungen oder finanzielle Belastungen
- Begleitende psychische Erkrankungen wie Depression
- Bestimmte Persönlichkeitseigenschaften wie Schüchternheit oder Verhaltenshemmung
Behandlungsoptionen
Kognitive Verhaltenstherapie (KVT)
Die KVT gilt als Standardpsychotherapie bei Angststörungen. Sie hilft dabei, verzerrte Denkmuster zu erkennen, hilfreiche Bewältigungsstrategien zu entwickeln und sich gefürchteten Situationen schrittweise zu stellen. Für viele Angststörungen ist ihre Wirksamkeit gut belegt.
Selektive Serotonin-Wiederaufnahmehemmer (SSRI)
SSRI wie Sertralin, Escitalopram oder Paroxetin zählen zu den Medikamenten der ersten Wahl. Sie erhöhen den Serotoninspiegel im Gehirn und können Angst im Verlauf von mehreren Wochen deutlich verringern.
Serotonin-Noradrenalin-Wiederaufnahmehemmer (SNRI)
SNRI wie Venlafaxin und Duloxetin sind ebenfalls wirksame Medikamente bei Angststörungen. Sie beeinflussen Serotonin und Noradrenalin und können sowohl emotionale als auch körperliche Symptome verbessern.
Benzodiazepine (kurzfristige Anwendung)
Medikamente wie Alprazolam oder Lorazepam können akute Angstsymptome rasch lindern. Wegen des Risikos für Abhängigkeit, Toleranzentwicklung und Entzug eignen sie sich jedoch meist nur für die kurzfristige oder bedarfsweise Anwendung unter enger ärztlicher Begleitung.
Achtsamkeit und Entspannungstechniken
Achtsamkeitsmeditation, progressive Muskelentspannung, Atemübungen und Yoga können körperliche Stresssymptome reduzieren. Sie aktivieren das parasympathische Nervensystem und wirken der anhaltenden Alarmreaktion des Körpers entgegen.
Lebensstiländerungen
Regelmäßige Ausdauerbewegung, eine gute Schlafhygiene, weniger Koffein und Alkohol sowie ein stabiles soziales Umfeld können die Behandlung sinnvoll unterstützen und Angstsymptome spürbar verringern.
Häufig gestellte Fragen
Relevante Tests & Biomarker
Diese Laborwerte können bei der Einordnung von angststörung oder verwandten Symptomen hilfreich sein.
Verstehen Sie Natrium-Bluttestergebnisse. Erfahren Sie mehr über Normbereiche, Hypernatriämie, Hyponatriämie, Ursachen, Symptome und wann getestet werden sollte.
Verstehen Sie Kalium-Bluttestergebnisse. Erfahren Sie mehr über Normbereiche, Hyperkaliämie, Hypokaliämie, Ursachen, Symptome und kardiale Risiken.
Verstehen Sie ALT-Bluttestergebnisse. Erfahren Sie mehr über Normbereiche, was ein erhöhtes ALT für die Lebergesundheit bedeutet, welche Ursachen und Symptome es gibt und wann getestet werden sollte.
Erfahren Sie mehr über AST-Bluttestergebnisse. Verstehen Sie Normbereiche, Ursachen erhöhter AST-Werte, das AST/ALT-Verhältnis und was es für Leber- und Herzgesundheit bedeutet.
Erfahren Sie mehr über Serumeisenwerte, Normbereiche, Ursachen und Symptome von Eisenmangel und Eisenüberladung sowie wann ein Test sinnvoll ist. Ein umfassender Leitfaden zu Ihrem Eisen-Bluttest.
Erfahren Sie mehr über Harnsäurewerte, Ursachen hoher und niedriger Harnsäure, Normbereiche, das Gichtrisiko und wann ein Test sinnvoll ist. Ein umfassender Leitfaden zum Verständnis Ihrer Harnsäureergebnisse.
Quellen- und Prüfungsansatz
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Medizinischer Hinweis
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