Migräne
Zuletzt geprüft: 7. April 2026. Nur zu Bildungszwecken. Quellenansatz: allgemeine klinische Referenzen, öffentliche Gesundheitsquellen und gängige Erklärungsmodelle für Symptome und Erkrankungen.
Symptome
- Starke, pochende oder pulsierende Kopfschmerzen, oft einseitig
- Übelkeit und Erbrechen
- Ausgeprägte Lichtempfindlichkeit (Photophobie) und Lärmempfindlichkeit (Phonophobie)
- Visuelle Aura wie Lichtblitze, blinde Flecken oder Zickzackmuster
- Kribbeln oder Taubheitsgefühle im Gesicht oder an den Extremitäten
- Schwindel oder Drehschwindel
- Konzentrationsprobleme oder geistige Benommenheit
- Nackensteifigkeit und Nackenschmerzen
- Müdigkeit und Reizbarkeit in der Vor- oder Nachphase
Ursachen
- Abnorme Aktivität im Hirnstamm und Veränderungen im Trigeminus-Nervenweg
- Schwankungen von Serotonin und des Calcitonin Gene-Related Peptide (CGRP)
- Kortikale Spreading Depression, eine sich ausbreitende Welle elektrischer Aktivität über die Hirnrinde
- Genetische Veranlagung (Migräne tritt familiär gehäuft auf)
- Hormonelle Veränderungen, insbesondere Schwankungen des Östrogenspiegels
Risikofaktoren
- Migräne in der Familie
- Weibliches Geschlecht (Frauen sind deutlich häufiger betroffen)
- Alter zwischen 15 und 55 Jahren
- Hoher Stress oder größere Lebensveränderungen
- Hormonelle Veränderungen im Zusammenhang mit Menstruation, Schwangerschaft oder Menopause
- Übermäßiger Gebrauch von Akutmedikamenten gegen Kopfschmerzen
Behandlungsoptionen
Akute Schmerzbehandlung (Triptane)
Triptane wie Sumatriptan oder Rizatriptan sind verschreibungspflichtige Medikamente, die speziell zur Behandlung von Migräneattacken entwickelt wurden. Sie verengen bestimmte Blutgefäße und blockieren Schmerzsignalwege im Gehirn. Am besten wirken sie, wenn sie früh in der Attacke eingenommen werden.
Rezeptfreie Schmerzmittel
NSAR wie Ibuprofen und Naproxen sowie Kombinationspräparate mit Paracetamol und Koffein können bei leichter bis mäßiger Migräne hilfreich sein. Sie wirken am besten bei früher Einnahme. Eine häufige Anwendung sollte vermieden werden, um Medikamentenübergebrauchskopfschmerzen vorzubeugen.
CGRP-Hemmer
CGRP-Antikörper wie Erenumab, Fremanezumab und Galcanezumab gehören zu einer neueren Medikamentengruppe zur Vorbeugung. Sie werden monatlich oder vierteljährlich injiziert und können die Häufigkeit von Attacken deutlich senken.
Vorbeugende Medikamente
Betablocker wie Propranolol, Antiepileptika wie Topiramat und bestimmte Antidepressiva wie Amitriptylin können bei häufigen Migräneattacken vorbeugend eingesetzt werden. Sie werden regelmäßig eingenommen, um Häufigkeit und Schwere der Attacken zu senken.
Lebensstiländerungen und Triggervermeidung
Ein regelmäßiger Schlafrhythmus, Stressbewältigung, ausreichende Flüssigkeitszufuhr und regelmäßige Bewegung können die Migränehäufigkeit reduzieren. Ein Migränetagebuch hilft, individuelle Auslöser zu erkennen und zu vermeiden.
Neuromodulationsgeräte
Geräte wie transkutane Stirnnervstimulatoren oder transkranielle Magnetstimulatoren bieten nichtmedikamentöse Möglichkeiten zur Vorbeugung oder Behandlung von Migräne. Sie beeinflussen durch elektrische oder magnetische Impulse die an der Migräne beteiligte Nervenaktivität.
Häufig gestellte Fragen
Relevante Tests & Biomarker
Diese Laborwerte können bei der Einordnung von migräne oder verwandten Symptomen hilfreich sein.
Verstehen Sie Natrium-Bluttestergebnisse. Erfahren Sie mehr über Normbereiche, Hypernatriämie, Hyponatriämie, Ursachen, Symptome und wann getestet werden sollte.
Verstehen Sie Kalium-Bluttestergebnisse. Erfahren Sie mehr über Normbereiche, Hyperkaliämie, Hypokaliämie, Ursachen, Symptome und kardiale Risiken.
Verstehen Sie Kalzium-Bluttestergebnisse. Erfahren Sie mehr über Normbereiche, Hyperkalzämie, Hypokalzämie, Ursachen, Symptome und die Rolle von Kalzium für Knochen- und Herzgesundheit.
Verstehen Sie ALT-Bluttestergebnisse. Erfahren Sie mehr über Normbereiche, was ein erhöhtes ALT für die Lebergesundheit bedeutet, welche Ursachen und Symptome es gibt und wann getestet werden sollte.
Erfahren Sie mehr über AST-Bluttestergebnisse. Verstehen Sie Normbereiche, Ursachen erhöhter AST-Werte, das AST/ALT-Verhältnis und was es für Leber- und Herzgesundheit bedeutet.
Verstehen Sie ALP-Bluttestergebnisse. Erfahren Sie mehr über Normbereiche, Ursachen erhöhter alkalischer Phosphatase und ihre Rolle für Leber- und Knochengesundheit.
Quellen- und Prüfungsansatz
Krankheitsseiten sind erklärende Bildungsinhalte und können auf klinischen Standardkontexten, öffentlichen Gesundheitsquellen und allgemeinen medizinischen Referenzen beruhen. Mehr zu unseren Standards für Aktualisierungen, Kennzeichnung und Prüfung finden Sie in unserer Redaktionsrichtlinie und Prüfprozess für Inhalte.
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Medizinischer Hinweis
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