Asthma

Asthma ist eine chronische Atemwegserkrankung, die durch Entzündung und Verengung der Bronchien gekennzeichnet ist und wiederkehrend pfeifende Atmung, Atemnot, Brustenge und Husten verursacht. Während eines Asthmaanfalls ziehen sich die glatten Muskeln um die Atemwege zusammen, die Schleimhaut schwillt an und es wird vermehrt Schleim gebildet. Dadurch wird der Luftstrom eingeschränkt. Asthma kann in jedem Alter auftreten. Die Schwere reicht von mild intermittierend bis schwer persistierend. Auslöser unterscheiden sich individuell, häufig sind Allergene, Infekte, körperliche Belastung, kalte Luft, Luftverschmutzung, Tabakrauch, starke Gerüche und emotionaler Stress. Berufsbedingtes Asthma kann durch Chemikalien, Staub oder Dämpfe ausgelöst werden. Das moderne Asthmamanagement verfolgt zwei Hauptziele: gute Symptomkontrolle im Alltag und die Verringerung des Risikos zukünftiger Verschlechterungen. Mit einem stufenweisen Behandlungskonzept und einem individuellen Asthma-Aktionsplan können die meisten Menschen mit Asthma ein aktives Leben führen.

Zuletzt geprüft: 7. April 2026. Nur zu Bildungszwecken. Quellenansatz: allgemeine klinische Referenzen, öffentliche Gesundheitsquellen und gängige Erklärungsmodelle für Symptome und Erkrankungen.

Symptome

  • Pfeifende Atmung, besonders beim Ausatmen
  • Atemnot oder erschwertes Atmen
  • Enge- oder Druckgefühl in der Brust
  • Anhaltender Husten, besonders nachts oder frühmorgens
  • Schlafstörungen durch Husten, Giemen oder Luftnot
  • Verminderte Belastbarkeit und Müdigkeit bei körperlicher Aktivität
  • Schnelle Atmung
  • Verschlechterung der Symptome bei viralen Atemwegsinfekten

Ursachen

  • Chronische Entzündung der Atemwege durch eine überschießende Immunreaktion
  • Überempfindlichkeit der Atemwege gegenüber Auslösern
  • Genetische Veranlagung
  • Exposition gegenüber Umweltallergenen
  • Virale Atemwegsinfektionen in der frühen Kindheit

Risikofaktoren

  • Asthma oder Allergien in der Familie
  • Eigene Allergien wie Heuschnupfen oder Ekzem
  • Tabakrauchexposition, besonders in der Kindheit
  • Berufliche Exposition gegenüber Dämpfen, Staub oder Allergenen
  • Adipositas
  • Leben in Gebieten mit starker Luftverschmutzung

Behandlungsoptionen

Inhalative Kortikosteroide (ICS)

Inhalative Kortikosteroide wie Fluticason, Budesonid oder Beclometason sind die Grundlage der langfristigen Asthmakontrolle. Sie senken die Entzündung der Atemwege und verringern Häufigkeit und Schwere von Beschwerden und Anfällen.

Kurz wirksame Beta-Agonisten (SABA)

SABA wie Salbutamol sind Bedarfs- oder Notfallsprays, die die Atemwegsmuskulatur innerhalb weniger Minuten entspannen. Häufiger Gebrauch ist ein Hinweis darauf, dass die Asthmakontrolle unzureichend ist.

Lang wirksame Beta-Agonisten (LABA) in Kombination mit ICS

Kombinationsinhalatoren mit ICS und LABA werden bei mittelgradigem bis schwerem Asthma eingesetzt. Die lang wirksame Bronchienerweiterung ergänzt die entzündungshemmende Wirkung des Kortikosteroids.

Leukotrien-Rezeptorantagonisten

Orale Medikamente wie Montelukast blockieren entzündungsfördernde Botenstoffe und können zusätzlich zu inhalativen Medikamenten eingesetzt werden, besonders wenn auch allergische Rhinitis besteht.

Biologische Therapien

Bei schwerem, unkontrolliertem Asthma kommen Biologika infrage, die gezielt Bestandteile der Entzündung blockieren. Dazu gehören zum Beispiel Omalizumab, Mepolizumab, Benralizumab und Dupilumab.

Allergenvermeidung und Umgebungsmaßnahmen

Das Erkennen und Reduzieren persönlicher Auslöser ist ein zentraler Teil der Asthmabehandlung. Dazu gehören etwa milbendichte Bezüge, geringere Luftfeuchtigkeit, gute Raumluft und das Meiden von Rauch oder starken Reizstoffen.

Häufig gestellte Fragen

Eine endgültige Heilung gibt es derzeit nicht. Asthma lässt sich aber mit der richtigen Behandlung meist sehr gut kontrollieren. Manche Kinder erleben in der Jugend eine lange symptomarme Phase, dennoch kann die Erkrankung später wieder auftreten.
Ja. Regelmäßige Bewegung wird ausdrücklich empfohlen und kann die Lungenfunktion und Fitness verbessern. Wenn körperliche Belastung Asthmasymptome auslöst, helfen oft eine gute Basiskontrolle, Aufwärmen und gegebenenfalls ein Bedarfsinhalator vor dem Sport.
Ein Asthma-Aktionsplan ist ein schriftlicher Plan, der gemeinsam mit einer medizinischen Fachperson erstellt wird. Er beschreibt, welche Medikamente täglich eingenommen werden, woran eine Verschlechterung zu erkennen ist und wann dringende Hilfe nötig wird.
Ja. Asthma kann in jedem Alter neu beginnen. Erwachsenenasthma ist nicht selten und wird oft durch Infekte, hormonelle Veränderungen, berufliche Reizstoffe oder neue Allergien ausgelöst.
Die korrekte Inhalation ist entscheidend, damit das Medikament die Atemwege erreicht. Bei Dosieraerosolen wird meist nach dem Ausatmen langsam tief eingeatmet, während gleichzeitig ausgelöst wird. Spacer können die Anwendung deutlich verbessern. Lassen Sie sich die richtige Technik regelmäßig zeigen.

Relevante Tests & Biomarker

Diese Laborwerte können bei der Einordnung von asthma oder verwandten Symptomen hilfreich sein.

Quellen- und Prüfungsansatz

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Medizinischer Hinweis

Diese Inhalte dienen ausschließlich Informations- und Bildungszwecken. Sie stellen keine medizinische Beratung, Diagnose oder Behandlung dar. Wenden Sie sich bei gesundheitlichen Beschwerden immer an qualifiziertes medizinisches Fachpersonal. Wenn Sie einen medizinischen Notfall haben, rufen Sie sofort Ihre örtliche Notrufnummer an.

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